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Waldkindergarten Alzenau e.V.
Waldkindergarten, WaldKiGa, Kindergarten, KiGa, Kindertagesstätte, KiTa
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Waldkindergärten, Waldkindergärten Alzenau
Naturpädagogik im Waldkindergarten Alzenau, Waldpädagogik im Waldkindergarten Alzenau
Waldkindergarten Alzenau in Michelbach, Waldkindergarten Alzenau am Wanderheim in Michelbach
Waldkindergärten in der Region
Waldkindergarten Alzenau
Waldkindergarten Aschaffenburg
Waldkindergarten Bessenbach
Waldkindergarten Klingenberg
Waldkindergarten Sailauf
Waldkindergarten Schöllkrippen
Waldkindergarten Aschaffenburg, Waldkindergarten Bessenbach, Waldkindergarten Klingenberg, Waldkindergarten Schöllkrippen
Waldspielgruppe
Der Startschuss ist gefallen...
Am Dienstag, 30. Januar 2007 trafen sich zum ersten Mal interessierte Eltern mit ihren Kindern
zu einer Waldspielgruppe in dem Waldstück oberhalb des Wanderheims in Michelbach.
> Januar/Februar 2007: Bilder von den ersten Treffen
> 22. April 2007: Selbstbeklebte Ostereier im Kresse-Nest / Bau einer Kugelbahn
> 24. April 2007: Klopfspechte basteln
Die Spielgruppe wird vom Ablauf so strukturiert, wie später einmal der Kindergartentag aussehen soll, d.h.:
- gemeinsames Begrüßungslied
- Zeit für freies Spiel
- gemeinsames kleines Vesper
- Angebot für die Kinder entsprechend der Jahreszeit (Lieder, Bewegungsspiele, kleine Bastelarbeiten mit Naturmaterialien, kleine Ausflüge in der Umgebung, Schlittenfahren, ...)
- gemeinsames Abschlusslied
Ziel:
Die Kinder und Eltern können sich gegenseitig kennen lernen, es kann herausgefunden werden, ob ein Waldkindergarten für die Interessenten geeignet ist. Die Kinder werden schon mit dem Gelände und den Gegebenheiten der Natur konfrontiert und lernen die neue Umgebung kennen.
So eine Spielgruppe macht den Eintritt in den Waldkindergarten leichter, ist aber keine Vorraussetzung für die Aufnahme in den Waldkindergarten.
Ort:
Waldstück oberhalb des Wanderheim in Michelbach
Termin:
Dienstags von 15:00 bis 16:30 Uhr
Donnerstags von 9:30 bis 10:30 Uhr
Kosten:
keine
Organisation:
Dunja Ritter (Dienstags, Tel.: 06023/918553)
Britta Auer (Donnerstags, Tel.: 06023/993983)
Verantwortung:
Die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern!
Konzept
Warum ein
Waldkindergarten
?
Die Abenteuerlust der Kinder wird befriedigt.
Die erholsame Umgebung und das draußen sein "bei Wind und Wetter" fördert die körperliche Gesundheit und stärken das Immunsystem.
Im Waldkindergarten beginnt Erziehung zu Umwelt- und Naturverständnis schon bei den Kleinen.
Phantasie und Kreativität werden durch die Vielfalt des Waldes und die jahreszeitliche Veränderung der Natur angeregt und gefördert.
Ein Waldkindergarten bringt ein weiteres Angebot für Kinder nach Alzenau.
Was ist ein
Waldkindergarten
?
Das Grundprinzip eines Waldkindergartens ist ganz einfach. Die Kinder und Betreuer halten sich ganzjährig für mehrere Stunden täglich an der frischen Luft auf.
Für extrem schlechte Witterung steht ein beheizbarer Bauwagen zur Verfügung. Diese Notunterkunft wird auch zum Aufbewahren der erforderlichen Materialien wie Wechselkleidung, Sachbücher, Werkzeuge und Bastelmaterialien genutzt.
Beim Spiel in der Natur sind dem kindlichen Bewegungsdrang und der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wände und Zäune gibt es nicht und die wenigen Regeln, die eingehalten werden müssen, sind überschaubar. So können die Kinder sich voll und ganz auf die Natur einlassen und lernen spielerisch, die Natur und andere Lebewesen zu achten.
Im Unterschied zum Hauskindergarten spielen die Kinder nicht mit vorgefertigtem Spielzeug, sondern mit dem, was die Natur ihnen bietet.
Warum ist der
Waldkindergarten
so wichtig für die Entwicklung der Kinder?
Waldkindergärten sind in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Ein Grund ist sicherlich darin zu sehen, dass es Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr so ohne weiteres möglich ist, ihre Zeit in der freien Natur zu verbringen. Der Lebensraum von Kindern wird durch eine hochtechnisierte und motorisierte Gesellschaft immer mehr eingeengt. So verlagert sich das Spielen der Kinder von draußen nach drinnen.
Video- und Computerspiele belasten die Sinne einseitig und verhindern die Bewegung.
Aufgrund der Bewegungsarmut haben immer mehr Kinder Haltungsschäden, Fußdeformitäten und Gleichgewichtsprobleme. 30% aller Kinder leiden an Übergewicht!
Die natürliche Umwelt fördert das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele.
Im Waldkindergarten haben die Kinder die Möglichkeit ihren kindlichen Bedürfnissen
Nachzukommen und sich gerade dadurch zu verantwortungsbewussten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Mitmenschen zu entwickeln.
Bewegungsdrang /
Selbsterfahrung
Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Bewegung fördert die geistige, psychische und körperliche Entwicklung. Können die Kinder diesem Bewegungsdrang nicht nachgehen, kommt es zu Verhaltensstörungen und Haltungsschäden. Gerade im Kindergartenalter muss das Kind sich mit der ständigen Veränderung seines Körpers auseinandersetzen. Gleichgewicht, Koordination und Kraft müssen immer neu erprobt und erlebt werden.
Die Natur bietet eine Vielzahl von Bewegungsanlässen.
Wahrnehmung -
Leben und Lernen mit allen Sinnen
Kinder lernen am besten über er-fassen und be-greifen.
Ist das Kind mit allen Sinnen (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen) aktiv, werden die Wurzeln seines Wahrnehmungssystems am besten angelegt und aufgebaut. Je vielfältiger die Aktivierung der sensorischen Funktionen, umso größer ist das Repertoire aus dem das Kind schöpfen kann. Zudem lieben Kinder "sensorische Situationen" wie schaukeln, rollen, matschen - nicht weil die Gehirnfunktion trainiert werden soll - sondern weil es Spaß macht!!
Freiräume
für Kinder
Mit Kindern in den Wald zu gehen bedeutet auch Abenteuer zu erleben.
Grundvoraussetzung dafür ist, jedes Kind als gleichwertigen Partner zu sehen und Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder zu setzen.
Jedes Kind kann innerhalb eines bestimmten Rahmens und unter Einhaltung der Regeln das Tun, was seinem Entwicklungsstand und dem derzeitigen Interesse entspricht. Aktivitäten wie Pflanzen und Tiere beobachten, klettern, schnitzen oder einfach nur lauschen und träumen. Durch die selbstgewählten und eigenständigen Aktivitäten haben die Kinder viele Erfolgserlebnisse. Das wiederum stärkt das Selbstvertrauen und die Eigenverantwortlichkeit wächst.
Die geschaffenen Freiräume bieten den Kindern die Chance für eine harmonische, gleichberechtigte Zusammenarbeit die Kinder, Eltern und Betreuer befriedigt.
Im Wald wird den Kindern sehr viel Zeit für freies Spiel gelassen. Beim Spielen werden die Aufmerksamkeit, Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit, die Sprechfähigkeit und die Intelligenz gefördert.
Pädagogische Ziele
eines Waldkindergartens
Nach dem Motto "Ich schütze, was ich liebe" ist es ein wichtiges Anliegen, bei den Kindern die Liebe zur Natur zu fördern.
Dies geschieht über sinnliche Erfahrungen, Erleben des eigenen Körpers im jahreszeitlichen Wechsel der Natur und durch Erweiterung der Kenntnisse über Tiere und Pflanzen des Waldes.
Aufgrund dieser Kenntnisse und das Erleben der Naturkreisläufe entwickelt sich schon im Kindheitsalter ein Umweltverständnis und Respekt vor anderen Lebewesen.
Im Waldkindergarten lernen die Kinder einen achtsamen Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Sozialverhalten, die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder sowie die Phantasie und Kreativität wird ideal gefördert.
Folgende Punkte werden in einem Waldkindergarten besonders gefördert:
- Sozialverhalten
Im Wald gibt es keinen Lärmstress wie in geschlossenen Räumen. Das mindert das Aggressionsveralten. Konflikte können in einer ruhigen Umgebung besser ausgetragen werden.
Da die Gruppe altersgemischt ist, können Jüngere von Älteren lernen. Gerade im Wald ergeben sich häufig schwierige und herausfordernde Situationen. Nach der Devise "Gemeinsam geht es besser" helfen die Kinder sich ganz selbstverständlich untereinander.
Der Spielraum Natur regt zum Rollenspiel an. Die Kinder entwerfen die Spielregeln und müssen vermehrt miteinander kommunizieren.
- Umweltwissen
Durch den täglichen Aufenthalt in "ihrem" Gelände werden die Kinder sensibilisiert für die jahreszeitlichen Veränderungen im Wald. Daraus ergeben sich Fragen zu den Geschehnissen, Pflanzen und Tieren. Die Kinder können gemeinsam mit ihren Betreuern durch direktes Erleben und Begreifen die Antworten darauf finden.
Kinder die eine emotionale Beziehung zur Natur aufgebaut haben, werden auch als Erwachsene die Natur schützen und dies wiederum an die nächsten Generationen weitergeben.
- Stärkung der Muskulatur/ Schulung des Gleichgewichtsinnes
Die Kinder sind viel in Bewegung. Sie klettern, rollen, balancieren, rutschen und springen. Dabei müssen sie mit den verschiedensten Untergründen und Gegebenheiten wie Hügeln und Mulden, Baumwurzeln, Matsch, Schnee, usw. klarkommen. Das fördert Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft.
- Abhärtung
Die erholsame Umgebung und das draußen sein bei Wind und Wetter stärken die Abwehrkräfte und kräftigen das Immunsystem. An fallende Temperaturen und nasskalte Witterung gewöhnen die Kinder sich schnell.
Die Ansteckungsgefahr bei Erkrankungen ist geringer weil frische Luft keimärmer ist.
- Gemüt
Die Stille des Waldes in sich aufnehmen, dem zwitschern der Vögel lauschen, die verschiedenen Farben und Gerüche des Waldes wahrnehmen. All das schafft eine tiefe Entspannung und innere Zufriedenheit.
Aber auch dem Bewegungsdrang nachgehen, toben, matschen. Schlicht und einfach Kind sein dürfen macht ausgeglichen und glücklich.
Beim gemeinsamen Durchstreifen der Wälder und Wiesen wird die Abenteuerlust der Kinder befriedigt.
- Förderung von Phantasie und Kreativität
Der Wald bietet aufgrund seiner Struktur schier unerschöpfliche Möglichkeiten zum Spielen und Entdecken. Das für das freie Spiel benötigte Material muss erst gesucht und seiner Funktion neu zugeordnet werden. So sind die Kinder gezwungen ihre Phantasie zu nutzen, die Kreativität wird in hohem Maße gefördert.
- Stärkung des Selbstbewusstsein
Das Überwinden von Hindernissen - anfangs schwierig erscheinenden Situationen -schafft bei den Kindern Erfolgserlebnisse. Beim Herstellen von Bastelarbeiten mit Werkzeugen wie Schnitzmesser, Hammer und Säge (natürlich unter Aufsicht) entstehen kleine Kunstwerke auf die die Kinder richtig stolz sein können.
- Feinmotorik
Beim Basteln mit Naturmaterialien sowie beim Umgang mit Pflanzen und Kleintieren ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich soll der kleine Käfer, der gerade beobachtet wird, ja nicht zerquetscht werden!
- Individuelle Förderung
Bedingt durch eine kleine Gruppe von maximal 20 Kindern bleibt den Betreuern genug Zeit auf Wünsche, Anforderungen und Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen.
- Erreichen der Schulfähigkeit
Die Förderung beginnt nicht erst im letzten Jahr vor der Schule, sondern schon ab dem ersten Tag im Wald. Im täglichen Morgen- und Abschlusskreis üben die Kinder das Zählen und Sprechen vor der Gruppe sowie Zuhören und Stillsitzen.
Der Wald und die Natur bieten zudem eine Vielzahl an Formen und Farben. Außerdem werden Naturmaterialien in die Vorschularbeit mit einbezogen. So werden zum Beispiel Maiskörner gezählt und addiert, Buchstaben können mit kleinen Zweigen gelegt werden, usw.
Aber auch das > Würzburger Trainingsprogramm "Hören, Lauschen, Lernen" zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache wird im Waldkindergarten durchgeführt.
Waldkindergartenkinder werden nicht weltfremd erzogen, denn sie verbringen den Rest des Tages zu Hause (malen, basteln, Verkehrserziehung...). Sie haben sogar den Vorteil den üblichen Alltag zu Hause mit einer Fülle von Walderlebnissen zu bereichern.
Kinder aus Waldkindergärten sind in der ersten Klasse den Kindern aus Regelkindergärten an allgemeiner Reife voraus.
Siehe dazu auch eine Studie zur Schulfähigkeit von Peter Häfner:
>"Wie schulfähig macht der Waldkindergarten?"
Verein
Der Waldkindergarten Alzenau entsteht aus einer Elterninitiative heraus.
Träger dieses Waldkindergartens ist ein eingetragener Verein, welcher sich aus den aktiven Mitgliedern (den Eltern der Waldkinder) und Fördermitgliedern zusammensetzt.
Die Gründung des Vereins "Waldkindergarten Alzenau e.V." fand am 8. März 2007 um 20:00 in der Hahnenkammstube der Hahnenkammhalle in Alzenau-Wasserlos statt.
Unser Konzept in Kurzfassung:
In den Kindergarten werden Kinder zwischen ca. 2 1/2 und 6 Jahren aufgenommen. Die Gruppenstärke wird mit ca. 15 bis max. 20 Kindern sehr überschaubar und angenehm sein.
Die Kinder werden von zwei sorgfältig ausgesuchten pädagogischen Fachkräften betreut und mit viel Umsicht im Wald begleitet.
Der Kindergarten wird nach dem "Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz"
(>BayKiBiG)
geführt werden und die staatliche Anerkennung beantragen.
Die Betreuungszeiten sind Montag-Freitag 8:00 - 13:15 Uhr.
Bei Interesse füllen sie bitte unverbindlich unseren > Anmeldebogen aus,
damit wir Ihre Kinder in unsere Warteliste aufnehmen können.
Wir werden uns bei Ihnen melden und einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren.
Wenn Sie Mitglied im Verein Waldkindergarten Alzenau e.V. werden wollen finden Sie hier die
Mitgliedsanträge für >ordentliche Mitglieder
(Eltern der Kindergartenkinder) und für >Fördermitglieder,
die den Verein finanziell und ideell unterstützen wollen.