Der Monat Oktober war – wie könnte es anders sein – geprägt von herbstlichen Aktivitäten und sehr wechselhaftem Wetter. Mal regnete es in Strömen und stürmte, mal war es sonnig und warm, so dass uns die Kinder im T-Shirt entgegengelaufen kamen und dann war es wieder eisig kalt. Doch dank des bewährten Zwiebellooks, der Regenplane über dem Frühstücksplatz und dem Holzofen in der Blockhütte war den Kindern und den Erziehern jedes Wetter recht um gemeinsam viel Spaß zu haben, zu spielen und neue Dinge zu entdecken.
Kleine Ausflüge...
Auch die Unternehmungen in diesem Monat richteten sich zum Teil natürlich nach dem Wetter. Gleich am Monatsanfang machte die ganze Gruppe bei schönem Wetter einen Ausflug auf den nahe gelegenen Spielplatz am Dr. Ullrich-Platz, wo gespielt, gerannt, geklettert und gemeinsam gefrühstückt wurde.
Besuch beim Bäcker Kölsch
Am Montag, 6. Oktober, durften die sechs "Großen" (drei Vorschulkinder und drei Mittelkinder) mit Marie und Stefanie den Bäcker Kölsch in seiner Bäckerei besuchen. Die Kinder hatten sich gut auf diesen Tag vorbereitet und gemeinsam mit den Erziehern ein Buch gebastelt, das den Weg "vom Korn zum Brot" beschreibt. Der Bäcker zeigte ihnen die großen Backmaschinen und die Kinder durften selbst Brezeln und Schnecken formen. Zum Schluss bekamen sie ganz viele Brezeln geschenkt, die sie mit in den Wald zu den kleineren Kindern nahmen und gemeinsamen beim Monatsfrühstück auf aßen.
...große Ausflüge
Gleich am nächsten Tag fuhren die Kinder und Erzieher mit dem Zug nach Michelbach zu einem Kürbisfeld in der Nähe des Dörsthofs. Dort holten sie mit dem Bollerwagen Kürbisse um sie für die bevorstehende Halloweennacht auszuhöhlen und ihnen Gesichter zu schnitzen.
An einem anderen einigermaßen schönen Tag war Fototermin und es wurden ein Gruppenbild und Einzelfotos von den Kindern gemacht und am 20. und 27. Oktober waren nachmittags die Mamas oder Papas eingeladen, um mit ihren Kindern Laternen für den bevorstehenden Martinsumzug zu basteln.
Bastel-Aktivitäten
Passend zu den Aktivitäten dieser Tage sprachen die Erzieher beim Frühstück die Themen "Ernte" und "Erntedank" an und überlegten gemeinsam mit den Kindern was das mit dem "Herbst" zu tun hat. Der Herbst beeinflusste auch alle anderen Aktivitäten, so wurden beispielsweise Papierdrachen gebastelt, Blätterdrucke angefertigt, Herbstbäume fotografiert und viele Lieder rund ums Thema Herbst gesungen. Und natürlich wurden die Kürbisse ausgehöhlt und gruselige Gesichter herausgeschnitzt. In der Freispielzeit arbeiteten die Kinder mit Hammer, Säge, Raspel und anderem Werkzeug, bauten Häuser, schnitzten, spielten auf dem Piratenschiff (eine alte Baumwurzel), buddelten im Sand oder spielten Rollenspiele wie Feuerwehr, Bauarbeiter, Indianer oder Mutter-Vater-Kind. Bei schlechtem Wetter bastelten die Kinder Rindenschiffchen und ließen sie in den Pfützen schwimmen, bauten Staudämme und machten die heißgeliebten Pfützenwanderungen, von denen sie zwar selten trocken, aber immer fröhlich zu den wartenden Eltern oder Großeltern zurück kamen. Auch in der Blockhütte wurde bei Regen viel gespielt, gemalt und gebastelt, die Erzieher puzzelten mit den Kindern oder lasen in der Kuschelecke Bilderbücher vor und an den meisten Tagen brannte im Ofen ein warmes Feuer für die Wickelkinder.
Vorschule
Auch die Rechen- und Zählübungen der drei Vorschülerinnen waren herbstlich geprägt – es wurden Blätter, Zapfen, Steine und Nüsse sortiert und verschieden gruppiert. Die Kinder beschäftigten sich mit dem Thema "Kalender" und lernten neben den Wochentagen, Monaten und Jahreszeiten die Zahlen von 1 bis 31 kennen. An einem Tag durften sie Apfelpfannkuchen zubereiten, die dann alle Kinder gemeinsam nach dem Frühstück als Nachspeise aßen.
Besuch aus Japan
In den beiden letzten Oktoberwochen begleitete Moe Imoto, eine japanische Studentin, die Kinder und Erzieher in den Wald (siehe Zeitungsartikel vom 29. Oktober 2008). Die Erzieher suchten gemeinsam mit den Kindern das Land Japan auf dem Globus und sammelten Fragen, die die Kinder an Moe hatten. Zusammen schauten sie Fotos von Japan an und Moe erzählte von ihrem Land und ihrer Sprache. Zum Abschied bekam sie von den Kindern und Erziehern eine selbst gebastelte Karte mit einem Gruppenfoto und den Fingerabdrücken aller Kinder, über die sie sich riesig freute.












