Im Laufe eines Kindergartenjahres beschäftigen wir uns - mal kürzer, mal länger - mit einer Menge an Themen.
Zudem wählen wir ein so genanntes Jahresthema, das die Kinder wie ein roter Faden durchs Jahr begleitet. Unser Ziel ist es, den Kindern das Thema ganzheitlich nahe zu bringen. Hierfür lassen wir thematisch passende Spiele, Geschichten, Lieder, Bastelaktionen, Projekte sowie Ausflüge in unseren Tagesablauf einfließen. Auch für unser jährlich stattfindenes Waldfest bildet das Jahresthema den Rahmen.

2017 / 18

Der Baum

In diesem Kindergartenjahr werden wir uns passend als Waldkindergarten mit dem Überthema "der Baum" auseinandersetzen.

Die Kinder halten sich das ganze Jahr über im Wald auf und erleben gemeinsam am Kleid der Bäume den Wechsel der Jahreszeiten und erforschen mit uns, warum z.B. die Tanne ihre Nadeln behält und warum immer ein paar Eichenblätter am Baum hängen bleiben, warum die Blätter ihre Farben ändern und manche Bäume ganz kahl werden ... was steckt dahinter?

Wir werden versuchen zu verstehen, was uns die Beschaffenheit der Rinde über das Leben des Baumes erzählen kann und nutzen die Früchte und Äste der Bäume, sowie die Jahresringe im Stamm für spielerische Zahlenexperimente "Entdeckungen im Zahlenwald".

  • Für welche Tiere bietet welcher bestimmte Baum den Lebensraum, von der Krone bis zur Wurzel?
  • Was passiert mit Bäumen, die gefällt werden? Warum werden überhaupt Bäume gefällt?
  • In welchen Bereichen des Lebens profitieren wir von Bäumen? (Möbel, Papier, Luftqualität, usw)

Kreativ basteln mit allem, was ein Baum zu bieten hat, z.B. Pinsel aus Kiefern-zweigen, Astgabeln zum Basteln für Osterhasen, Blättergirlanden u.v.m.

Natürlich klettern wir auch in Bäumen oder nutzen sie als Halterung für Schaukeln und Balancierparcours.

Sensomotorische Spiele werden ihren Platz im Kindergartenalltag ebenso wie Lieder über Bäume finden.

Projekte wie z.B. das Pflanzen von Bäumen und die Erstellung eines Buches über die heimischen Bäume runden unser Jahresthema ab.

Wir sind gespannt, welche Fragen und Ideen die Kinder im Laufe des Jahres noch mit einbringen werden.

Alle Sinne werden mit eingebunden und die Neugier der Kinder soll für uns im Vordergrund stehen.

2016 / 17

Musizieren im und mit dem Wald

Wir haben die letzten Jahre sehr viele unterschiedliche Themen bearbeitet und uns vor allem intensiv mit der Natur beschäftigt. Da die Kinder und das Team sehr musikalisch sind, möchten wir das Jahresthema im Zeichen der Musik gestalten und dabei natürlich unseren Bezug zu Natur und Wald nicht außer Acht lassen.

Musik im Wald...
... ist voller Töne und Geräusche (Regen, Gewitter, Vogelgezwitscher, Wind usw.)
... gibt Raum für Kreativität
... kann laut und leise sein
... macht Spaß
... verbindet
... beruhigt
... bringt einen in Bewegung
... verinnerlicht Taktgefühl und Rhythmus
... bringt einen zu sich selbst
... ist lustig

Das haben wir vor:

  • singen und tanzen
  • genaues Hinhören (was gibt es für Töne und Geräusche im Wald?)
  • Eigene Lieder schreiben und singen
  • verschiedene Musikinstrumente kennenlernen
  • Taktgefühl entwickeln
  • Selbstbewusstsein stärken (Ich traue mich, laut mitzusingen)
  • Musikinstrumente selbst gestalten und basteln
    und vieles mehr.

 Was wird mit Musik gefördert und was lernen Kinder dabei?

  • Wohlbefinden: Musik berührt im Innersten. Sie kann zur Entspannung, Aufmunterung, Lebensfreude und emotionalen Stärke und damit zur Ausgeglichenheit beitragen.
  • Ausdruck, Fantasie und Kreativität: Musik ist ein ideales Medium für Kinder, sich mitzuteilen, Gefühle und Gedanken zu äußern, aber auch emotionale Belastungen abzubauen. Musik regt Kreativität und Fantasie an und ermöglicht, eigene musikalische Ideen einzubringen und zu gestalten.
  • Soziale Kompetenz: Gemeinsames Singen verbindet und stärkt die Kontakt- und Teamfähigkeit und die Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen. Einander zuhören, aufeinander reagieren, Erfahrungen teilen, Regeln oder gemeinsame Vereinbarungen einhalten, einen gemeinsamen Rhythmus finden, zusammen Neues entwickeln.
  • Sprachkompetenz: Die Stimme ist das elementare und persönliche Musikinstrument, auf dem Kinder sich von Geburt an in der Welt hineinspielen. Was sie erleben, was sie bewegt, findet im Singen und Sprechen seinen Ausdruck.
  • Kognitive Kompetenzen: Beim Musizieren wird abstraktes Denken und Verarbeitung von Informationen zusammengeführt.
  • Körperbewusstsein und motorische Kompetenz: Hörimpulse stimulieren Bewegungsimpulse und das Gleichgewichtsorgan im Ohr, das Haltung und Motorik reguliert. Da jeder Muskel über das Rückenmark mit diesem Organ in Verbindung steht, kann Musik das Körperbewusstsein vielfältig anregen und beeinflussen.

Unser Ziel ist dabei, dass die Kinder mit Musik vertraut werden und Spaß am Singen und Mitmachen haben. Zudem möchten wir die Kreativität und das Taktgefühl fördern und schulen.

2015 / 16

Wo ich geh‘ und steh‘ – unser Boden


Mit Blick auf das letztjährige, sehr viel umfassende Jahresthema Der Natur auf der Spur wollten wir dort weiter machen, wo wir aufhörten. Diesmal grenzten wir unser Thema ein und landeten bei einem Faktor, der für Leben auf der Erde genauso wichtig ist wie Wasser und Luft: dem Boden. Denn über dieses Gut sind wir uns alle viel zu wenig bewusst (jährlich weicht eine Fläche, die so groß wie der Bodensee ist, an fruchtbarem, unbebautem Boden Straßen und Gebäuden). Dieser Boden erfüllt aber Tag für Tag essentielle Aufgaben:

  • Er filtert das Regenwasser und speichert es als sauberes Grundwasser
  • Er gibt den Pflanzen und Bäumen Halt, die uns mit Nahrung versorgen
  • Er bietet natürlich auch einen Lebensraum für viele Tierarten.

Als Ziel setzen wir uns, bei den meist noch komplett unvoreingenommenen Kindern ein Bewusstsein für diesen lebensnotwendigen Teil zu schaffen. Geplant ist dies durch praktisches Erläutern, Beobachten und Experimentieren.

Damit wollen wir uns in diesem Kindergartenjahr unter anderem beschäftigen:

  • Wie entstand die Erde (im doppeldeutigen Sinne)?
  • Was steckt in unserem Boden?
  • bauen, anlegen und pflegen eines Hochbeets mit Kräutern und Gemüse
  • Welche Tiere gäbe es ohne den Lebensraum Boden nicht?
  • Welche Auswirkungen haben Umweltverschmutzungen auf den Boden und was können wir selbst tun, um dem bestmöglich entgegen zu wirken?

Wir vom Team freuen uns darauf - und gewiss auch die Kinder - , gemeinsam Antworten auf die vielen spannenden Fragen zu diesem Thema zu finden!

2014 / 15

„Der Natur auf der Spur“

Wir wollen unsere direkte Umgebung genau unter die Lupe nehmen. Wie sieht der Boden aus, auf dem wir uns täglich bewegen, mit dem wir täglich in Berührung kommen? Welche Bäume spenden uns Luft und Schatten? Welchen Klängen des Waldes können wir lauschen? Was macht die einzelnen Tiere und Pflanzen im Wald so besonders, und wie bereiten sie sich auf den Winter vor? Welche Spuren können wir entdecken, wenn wir aufmerksam die Natur betrachten? Wie verändert sie sich im Wechsel der Jahreszeiten?

Es kommt nicht darauf an, wahllos viel zu sehen und zu hören. Erst durch intensives Betrachten und Untersuchen dringt man in die vielfältige Welt der Pflanzen und Tiere ein, und eignet sich durch die Erfahrungen bausteinartig ein lebendiges Wissen an. Mit dem Wissen wachsen das Verständnis für die Umwelt und schließlich der Wille, sie zu schützen.

Dies ist unser Ziel. Durch genaues Beobachten und Experimentieren wollen wir den Wald in seiner Einzigartigkeit und Bedeutsamkeit erkunden und verstehen. Das Wichtigste  ist uns hierbei die Förderung von bewusstem Naturerleben, denn das intensive Erleben natürlicher Kreislaufprozesse fördert das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit des Daseins. Hierbei erfahren wir Ganzheit und Verbundenheit mit allem Lebendigen. Die Lust zum eigenen Handeln, sowie unser Einfühlungsvermögen und unsere Beziehungsfähigkeit werden gestärkt. Durch den Kontakt mit dem Schönen der Natur kann der Kreativitätssinn gefördert werden.

Natur erforschen und Lebensräume kennen lernen regt das Staunen über die Vielfalt von Lebensformen an und legt die Basis für ein achtsames Verhalten im Alltag. Um dies zu fördern, haben wir uns für das kommende Kindergartenjahr zahlreiche Aktionen vorgenommen, auf die wir uns NATÜRLICH sehr freuen!

2013 / 14

„ICH BIN ICH“

Im letzten Kindergartenjahr haben wir besonders viele kleine Kinder in unsere Gruppe aufgenommen.
Dies bedeutet eine große Veränderung und auch eine echte Herausforderung für alle Waldkinder- und Erzieher!

Wir Erwachsenen können uns kaum vorstellen, welche Fragen und Gedanken den Kindern durch den Kopf gehen. Oft hegen wir die Erwartung, dass es allen Kindern gleich gefallen müsse, dass alle lieb und nett miteinander spielen, und sich alles teilen würden. Einfach so.
Wie geht es einem aber in einer Gruppe von Unbekannten?
Größere Kinder lassen die Kleinen oft nachsichtig gewähren, aber auch ihren Frust an ihnen aus. Jüngere sind fasziniert von den älteren , ringen um Aufmerksamkeit und fügen sich willig ein, wenn sie nur dabei sein dürfen. Manchmal wollen die Großen aber einfach nur unter sich sein... und nicht selten kommt es zu Auseinandersetzungen und Streit.
Das bewusste Erleben der eigenen Altersentwicklung stellt auf jeden Fall eine wichtige Grundlage für das Akzeptieren jüngerer Kinder dar.

Ein weiteres Thema in diesem Kindergartenjahr war und ist für viele Familien und auch  Erzieher :

... Umzug, Wechsel des Wohnortes und Hausbau...

Vieles hat uns dazu bewogen,  „ICH BIN ICH“ zu unserem Jahresthema zu machen!

Mit unserem Jahresthema „Ich bin ich“ wollen wir :

  • die Gemeinschaft fördern
  • uns bewusst machen, wie wir gewachsen sind, und was wir schon alles gelernt haben und können
  • Unterschiede der Kinder verdeutlichen
  • Stärken sowie Begabungen bewusst machen
  • Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken
  • mehr über uns selbst und unsere Familie erfahren
  • mehr über die Familien der anderen erfahren
  • den Kindern die Möglichkeit geben, sich besser kennenzulernen
  • uns gegenseitig zu Hause besuchen
  • erfahren, warum Mama und Papa arbeiten gehen
  • Kindern unterschiedliche Berufe näher bringen
  • Kommunikation der Kinder anregen und fördern
  • Verständnis und Hilfsbereitschaft fördern (Patenschaften)
  • Ängste nehmen
  • Neugierde wecken
  • das Umfeld erkunden
  • ein Gefühl für die Umgebung und den eigenen Wohnort bekommen
  • einfach Spaß haben!

2012 / 13

Steinzeit

Die Zeitspanne von 5000 Jahren, die die Steinzeit zurückliegt, ist für Kinder nicht vorstellbar. Durch aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und das „Erlebbarmachen“ einfacher, alltäglicher Handlungen der Steinzeit können sie allerdings ein Gefühl dafür entwickeln, wie die Menschen damals lebten und mit welchen „einfachen“ Werkzeugen oder Handlungen sie ihren Alltag bestritten. Die Steinzeit markiert einen Umbruch in der menschlichen Lebensweise, da sich die vorher nomadenhaft lebenden Jäger und Sammler zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern entwickelten. Diese Tatsache lässt die Kinder gleichermaßen die Bedeutsamkeit wie auch die Notwendigkeit erfahren, dass sich Menschen an verschiedene natürliche Gegebenheiten anpassen (müssen) und Veränderungen zum Leben einfach dazu gehören.

Themenbereiche, mit denen wir uns beschäftigten:

  • ERNÄHRUNG (Sammeln, Konservieren und Verarbeiten von Früchten etc.)
  • WERKZEUGE herstellen
  • SCHMUCK herstellen
  • KLEIDUNG schneidern
  • WOHNEN (Bau von Hütten)
  • FEUER MACHEN mit Feuersteinen, Katzengold oder Stöcken
  • Backen von Fladenbrot im selbst gebauten LEHMOFEN

2011 / 12

Durch das Jahr mit wachen Sinnen

Durch den ganzjährigen Aufenthalt im Freien erleben die Kinder die Natur und die verschiedenen Jahreszeiten bereits sehr unmittelbar und mit allen Sinnen. Um ihnen diese Wahrnehmung noch bewusster zu machen, sollen kleine "Sinnesübungen" und Spiele das Kindergartenleben zusätzlich ergänzen.

Neben bewusstem Schmecken und Riechen von Lebensmitteln, Kimspielen zur visuellen Wahrnehmungsförderung, Lauschaufgaben und Tastspielen standen unter anderem das Zubereiten von leckerer Zitronenlimonade, Lavendelparfum oder der kreative Umgang mit Ton auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt war ein wohliges Kastanienbad und gemütliche Vorleserunden auf dem moosigen Waldsofa

2010 / 11

Märchen

2009 / 10

Die vier Elemente

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